eLearning

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eLearning und Online-Kurse prägen die Art und Weise, wie Menschen heute Wissen erwerben. Ihre Nutzung ist so weit verbreitet, dass sie 2017 von fast 77% der Unternehmen in den USA genutzt wurden. Es wird erwartet, dass diese Zahl in Zukunft noch steigen wird, da der globale Markt für eLearning bis 2025 etwa 273 Milliarden Euro erreichen wird (gegenüber 89,5 Milliarden Euro im Jahr 2015).

Unternehmen springen aufgrund des hohen ROI auf den Zug der Online-Kurse auf. Eine Studie ergab, dass Unternehmen, die etwa 1.350€ in die Schulung jedes Mitarbeiters investieren, etwa 24% höhere Bruttogewinnmargen haben.

Einer anderen Studie zufolge müssen die Beschäftigten lediglich 1% der Wochenarbeitszeit für Schulungen aufwenden, was etwa 4,8 Minuten pro Tag entspricht. eLearning passt perfekt in diese Vorgabe. Arbeitgeber können sich für Microlearning entscheiden und so ihre Mitarbeiter täglich einige Minuten lang schulen. Einer der führenden deutschen Anbieter in diesem Bereich ist udemy. Ein Suchportal für (kostenfreie) Online-Kurse finden Sie unter .edukatico.org.

Während Online-Kurse für Nutzer eine großartige Möglichkeit darstellen, sich weiter zu bilden, sind sie für Kursentwickler lukrative Einnahmequellen. Viele Kursentwickler auf der ganzen Welt nutzen sie, um Umsätze zu erzielen.

Beispielsweise erzielt Smart Blogger den größten Teil seiner Einnahmen – mehr als 1 Million Dollar pro Jahr – aus Online-Kursen und Workshops. Ähnlich verhält es sich mit einem anderen professionellen Online-Unternehmen. Es verdient 84 Euro pro Tag allein mit ihren Online-Kursen. Christopher Stafford, ein weiterer Produzent von Online-Kursen, erwirtschaftete mit seinem ersten Online-Kurs $35.000 Dollar an Einnahmen.

Durch die Corona–Pandemie hat sich 2019 und 2020 das Arbeits– und Lernumfeld schlagartig verändert. Lockdown und Quarantäne beförderten das Arbeiten und Lernen im Homeoffice, Online–Treffen und Online-Veranstaltungen sind heute von vielen Menschen in dieser Zeit oft neu erlernte Möglichkeiten im Leben. Insbesondere die ältere Generation hat die immensen Vorteile der Online–Kommunikation für sich entdecken können.

Um Ihnen zu helfen, mit Online–Kursen erfolgreich zu sein, wurde dieser detaillierte Leitfaden zusammengestellt. Er soll Ihnen zeigen, wie Sie selbst Ihre Online–Kurse verkaufen und damit mehr Einnahmen erzielen können.

Ermittlung des richtigen Auditoriums für Ihren Kurs

Bevor Sie mit dem Verkauf Ihres Kurses beginnen, müssen Sie zunächst das richtige Auditorium dafür finden. Ohne Kenntnis über Ihre Zielgruppe, werden Sie kaum in der Lage sein, Ihren Kurs bei dieser Zielgruppe zu vermarkten.

Durch das Erkennen der richtigen Teilnehmer für Ihren Kurs, können Sie Ihre Marketingstrategie besser auf deren Vorlieben abstimmen.

Um Ihr Zielpublikum zu ermitteln, müssen Sie ein Brainstorming durchführen. Es ist notwendig, sich weit in die Denkweise Ihrer Zuhörer hinein zu versetzen. Daher sollten Sie idealerweise auf zwei Ebenen Brainstorming betreiben:

  • primär und
  • sekundär.

Primäres Brainstorming

Beim primären Brainstorming wird die grundlegenden Eigenschaften Ihres Zielpublikums untersucht. Dazu gehört unter anderem deren:

  1. Alter
  2. Einkommensverhältnisse
  3. Ziele
  4. Standorte
  5. Geschlecht, etc.

Zusätzlich müssen Sie deren Budget herausfinden. Dies ist wichtig, da Sie die Preise für Ihren Kurs auf der Grundlage dieses Budgets festlegen müssen.

Es ist auch notwendig, ihren Kenntnisstand in Erfahrung zu bringen. Dies wird Ihnen helfen festzustellen, ob Ihr Kurs für diese Zielgruppe überhaupt geeignet ist. Wenn Ihr Kurs zum Beispiel Fortbildungen für Fachleute anbietet, können Sie ihn nicht für Anfänger bewerben.

Sekundäres Brainstorming

Beim sekundären Brainstorming geht es darum, das Wesen und die Eigenschaften Ihres Zielpublikums tiefer zu ergründen, um es noch weiter zu verstehen. Dazu gehört es, herauszufinden, welche Art von Kursen sie mögen, welche Art von Inhalten sie konsumieren (das Format), etc.

Sie können hierfür beispielsweise die Rezensionen einsehen, die Besucher über die Kurse Ihrer Konkurrenten veröffentlicht haben und dadurch herausfinden, warum ihnen Ihr Kurs gefallen könnte. Hierfür können Sie sodann eine kleine Umfrage bei Ihren Besuchern durchführen, um fest zu stellen, ob das, was Sie hierbei zusammengetragen haben, auch korrekt ist.

Mit Online–Umfrage Tools können solche Umfragen mit wenigen Klicks erstellt werden. Sie können Multiple–Choice–Fragen, Textfragen, Abonnementformulare und vieles mehr in diese Umfragen integrieren. Darüber hinaus können Sie Ihr Markenlogo hinzufügen, die Umfragen über Newsletter versenden, sich bei den Befragten für die Teilnahme bedanken und ein Anmeldeformular hinzu fügen.

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Beispiel: Umfrage-Tool von getresponse

Wenn Sie der Auffasung sind, die richtige Zielgruppe gefunden zu haben, sollten Sie Personas für diese Zielgruppe erstellen. Dies sind fiktive Zeichen, die ein bestimmtes Segment Ihrer Besucher repräsentieren. Die Schaffung dieser Personas kann helfen, Ihre Zielgruppe in kleinere Segmente aufzuteilen, damit Sie Ihr Marketing noch besser personalisieren können.

Jedes Segment Ihrer Zielgruppe bietet andere Herausforderungen und hat unterschiedliche Bedürfnisse. Infolgedessen können auch die Dinge, die diesen Menschen wichtig sind, durchaus stark variieren. So können sie beispielsweise ihre Zeit auf unterschiedlichen Online–Plattformen verbringen. Indem Sie Ihr Publikum in verschiedene Persönlichkeitsgruppen aufteilen, können Sie sie auf diesen Plattformen erreichen, wo sie am aktivsten sind.